Die antagon Geschichte

antagonistisch leben und inszenieren: antagon TheaterAKtion
antagon_alt-Tourbus-blauantagon, das vor 23 Jahren von Bernhard Bub gegründete Theater, umfasst derzeit ein Ensemble aus 25 Personen. Es zählt zu den größten und bekanntesten freien Theaterensembles in Deutschland. Die Theatergruppe lebt und arbeitet im Kollektiv. Sie wohnen auf einem Kulturgelände im Frankfurter Osten.

antagons Stücke sind in einer Sprache jenseits des Verbalen. Durch die Bewegungen, die in einer Form der „Kommunikation des Herzens und der Gefühle“ in Kamerun genauso verstanden werden wie in Laos, auf Kuba, in Armenien, Brasilien, Singapur oder Westeuropa – und in Frankfurt am Main.

Vom ersten Tag an war das Konzept, das Theater und den Tanz zu den Menschen zu bringen, nicht auf institutionalisierten Bühnen zu spielen und die öffentlichen Räume zu nutzen und in Kulturräume zu transformieren. Die Straße, die Plätze und frequentierte Orte, aber auch alte Fabrikhallen und Gelände oder ein Hafenbecken bis hin zu vertikalen Wänden waren bisher die Stellen, die unsere Theaterstücke oder Performances herausforderten.

Ausgiebige Tourneen wurden realisiert. Neben Deutschland ging es nach Zentral- und Südamerika, Kuba, Afrika, Asien, Europa – und zuletzt verstärkt nach Osteuropa. Höhepunkte waren unter anderem die Präsentation der Produktion Ginkgo auf der Expo 2008 in Zaragoza, Spanien. 2011 war antagon auf Tournee in Mexico, unter anderem auf das größte Theaterfestival Zentralamerikas (Cervantino, Guanojuato) geladen.

Austauschprojekte und Koproduktionen in anderen Kulturen, denen die Gruppe in all der Zeit begegnete, stehen gleichwertig neben Gastspielen und Tourneen. Diese bieten die Basis und den Ideenfundus, aus dem geschöpft und weitergestaltet wird. Hier entstehen Verbindungen und Beziehungen, die bleiben und immer wieder neu entdeckt werden – bis hin zu Auftritten auf der Sommerwerft, dem Theaterfestival am Fluss.

Seit 1990 waren über 300 Menschen in der Gruppe und mit ihr auf der Bühne. Kinder wurden geboren, weitere Projekte und neue Gruppen entstanden. antagon ist und bleibt eine Auseinandersetzung mit dem Leben.

Wir bezeichnen uns bewusst als Theater der Metropole – und Frankfurt zur Zeit als unsere Heimat.“